Die Dynamische Gewichtshilfen Reitweise

Entstehung Wesensmerkmale Ausbildung

Wie funktioniert sie?

Vorteile

Impressum


Wesensmerkmale der DGR


Die DGR beruht darauf, daß ein Pferd ganz sensibel im Maul und vor allem auch im Rücken sein muß. Bei dieser Reitweise wird jeder harte Zug im Maul und jeder Stoß in den Rücken vermieden. Das sind erst mal die Vorraussetzungen, damit die dynamischen Gewichtshilfen wirken können. 
Der besondere Erfolg der dynamischen Gewichtshilfen beruht darauf, daß sie neben anderen Einwirkungsarten seitwärts auf einen Hinterfuß einwirken, derart, daß dadurch der Hinterfuß seitwärts nach innen unter das Pferd tritt. *

Dadurch wird bewirkt:

1. Seitwärtstreten der Hinterbeine,

2. Besonderes Untertreten unter den Schwerpunkt 
des nach innen ausweichenden Hinterfußes,

3. Gesamtbiegung des Pferdes


Man kann aber auch sauer gerittene Pferde mit geduldigem Üben wieder auf die DGR sensibilisieren.


Das Maul – Zügeleinwirkung:

Beim jungen Pferd wird von Anfang an darauf geachtet, daß das Maul sensibel bleibt. Beim vorher anders gerittenen oder verdorbenen Pferd muß das Maul erst wieder sensibel gemacht werden.
Die Reiterhand muß anfangs immer eine weiche Verbindung mit dem Pferdemaul suchen, sie darf nicht festgestellt vor dem Bauch gehalten werden, sondern muß immer bereit sein dem Pferdemaul zu folgen, auch wenn das Pferd den Kopf stark bewegt.
Später, wenn das Pferd im Maul und dadurch auch im Genick nachgibt wird diese Bewegung aufgehoben.


Der Rücken muß ebenso wie das Maul sensibel erhalten bzw. gemacht werden. Man muß also jeden Stoß im Sattel vermeiden, indem man ihn abfängt. Das bedingt, das man solang im leichten Sitz (immer in der Bewegung) reiten muß, bis die Versammlung und der elastische Rücken einen Vollsitz ohne Stöße erlaubt. Aber auch im Vollsitz muß man aus dem Kreuz heraus die Stöße abfangen. Vollsitz heißt nicht, daß man nun steif sitzen darf und das Abfedern nur noch dem Pferderücken und den Hanken überläßt.

* Damit wird nicht der FN-Reitlehre und die Erkenntnisse aller großen Meister widersprochen, sondern, im Gegenteil, ihre Thesen werden bestätigt.
Es ist richtig, daß ein maximal gebogenes Pferd, daß entlang seiner Biegung läuft, und dessen Hinterfüße in die Spuren der Vorderfüße treten, als kleinsten Durchmesser nur einen von zwei Längen des gerittenen Pferdes gehen kann.

Bei der DGR lernt das Pferd von Anfang an jede Wendung mit einem nach Außen treten der Hinterhand und einem nach innen Führen der Vorhand zu gehen. Dadurch kommt es viel schneller in die neue Richtung. Weil das Pferd dabei vorne seitwärts nach innen und gleichzeitig hinten seitwärts nach außen tritt spurt die Hinterhand trotzdem genau in der Spur der Vorhand, nur mit einem viel kleineren Wenderadius. Das ist ein wesentliches Prinzip der DGR! 

Bestätigt werden die alten Meister damit, weil sie die Übungen mit Seitengängen zur Steigerung der Sensibilität, des Gleichgewichtes und der Versammlung immer hervorgehoben haben.